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Presse-Archiv

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Geschwisterkinder im Mittelpunkt

Gemeinsamer Vortrag von Stiftung Waldheim und Lebenshilfe Verden

VERDEN. "Ich lebe mit Dir - Du lebst mit mir: Geschwister melden sich zu Wort", darüber sprachen Teilnehmer einer Kooperationsveranstaltung der Offenen Hilfen der Lebenshilfe im Landkreis Verden und der Waldheim Beratungs- und Begegnungsstätte WaBe in der Stadtbibliothek Verden. Zentrales Thema war die Situation von Geschwistern von Kindern mit Behinderung.

Die Lebenssituation mit einem Kind mit Behinderung stellt nicht nur für die Eltern eine besondere Lebenssituation dar, sondern auch für die nichtbehinderten Geschwisterkinder. Anhand von Beispielen wurde aufgezeigt, wie Kinder durch das Zusammenleben mit einem Geschwisterkind mit Behinderung in ihrer Persönlichkeit geprägt werden. Häufig bekämen Geschwisterkinder weniger Aufmerksamkeit, würden früher selbstständig, es werde Loyalität von ihnen verlangt. An diesem Abend standen sie im Mittelpunkt.

Referentin war die Bremer Diplom-Sozialwissenschaftlerin Marlies Winkelheide, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema Geschwisterkinder beschäftigt und seit 2005 in der Beratungsstelle Geschwisterkinder der Lebenshilfe Bremen tätig ist.

Die Beratungsstelle in Bremen bietet bis zu drei Besuche kostenlos an und ist unter der Telefonnummer 0421/387770 zu erreichen.

Für Fragen zu diesem Thema stehen WaBe, Telefon 04202/953222 und die Offenen Hilfen der Lebenshilfe im Landkreis Verden Telefon 04231/92809-14, gerne zur Verfügung.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 05.05.2010

Dabei sein - von Anfang an

Info-Stand der Waldheimstiftung zum Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

 

VON RALF MICHEL

Achim. Der heutige 5. Mai ist der bundesweite Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Er steht unter dem Motto "Inklusion - Dabei sein. Von Anfang an!"

Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die Stiftung Waldheim mit einem Informationsstand und ihrer Straßentheatergruppe auf dem Wochenmarkt in Achim zu diesem Tag im Rahmen der Gesellschafter-Initiative "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" der "Aktion Mensch", informieren und aufmerksam machen.

Unterstützt wird sie dabei durch den Senioren- und Behindertenbeirat der Stadt Achim, dem Verein "MOTIV", der sich für die Belange schwerstbehinderter Menschen im Landkreis Verden engagiert, sowie dem Kreisverband des "Paritätischen im Landkreis Verden".

Am Stand des Achimer Behindertenbeirates kann jeder, der möchte, in einer Malaktion seine Vision des Mottos "Stadt für alle - keine Ausgrenzung, Teilhabe für alle" darstellen. Das fertige Bild soll einen Ehrenplatz im Beiratsbüro finden, erklärt Knut Pickert, Vorsitzender des Behindertenbeirates.

Malaktion des Behindertenbeirates

Am 26. März 2009, fast auf den Tag genau zwei Jahre nach ihrer Unterzeichnung, trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Kraft. Zentrale Punkte der UN-Konvention sind das Recht auf Arbeit, die Festschreibung eines integrativen Bildungssystems, die Forderung nach einem selbstbestimmten Leben und die Verpflichtung zur Barrierefreiheit, erläutert die Stiftung Waldheim in einer Pressemitteilung. So fordert Artikel 19 des Übereinkommens eine unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft. "Dieser Artikel führte dazu, dass der Begriff der Inklusion neben dem der Barrierefreiheit - zu einem der Leitbegriffe des Übereinkommens wurde."

Der Begriff der Inklusion bezeichnet das selbstverständliche und gleichberechtigte Zusammenleben aller Menschen von Anfang an. Während vor einigen Jahren immer die Integration im Fokus der Behindertenpolitik stand, fordern die Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe seit der Ratifizierung der UN-Konvention die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Weser Kurier Datum: 05.05.2010

Integrative Disco vor Tanznacht

Achim. Licht aus - Spot an! Unter diesem bewährten Motto geht eine der beliebtesten Party-Reihen, die Achimer Tanznacht, in die nächste Runde. k-roof events and more präsentiert am heutigen Samstag wieder den legendären Partyklassiker in der Region. Um 22 Uhr öffnen sich die Türen des Achimer Kulturhauses Alter Schützenhof (Kasch) an der Bergstraße für alle Freunde der Nacht zum Tanzen, Feiern und Flirten bis in die frühen Morgenstunden. Das Tanznacht-DJ-Team legt wieder einen unverwechselbaren Mix aus aktuellen Charthits und Klassikern der vergangenen Jahrzehnte auf.

Wer einen Musikwunsch hat, der sollte diesen an songs@achimer-tanz-nacht.de senden. Und für alle früh erscheinenden Nachtschwärmer gilt, bis 22.30 Uhr kostet der Eintritt nur drei Euro und man bekommt die Chance auf ein Freigetränk. Danach kostet es fünf Euro.

Bereits um 19 Uhr öffnet k-roof events zusammen mit der WaBe (Waldheim Begegungs- und Beratungsstelle) die Türen des Kasch für eine integrative Disco. Unter dem Motto "Let's get together" legt DJ Mike Meyer einen bunten Mix sowie die musikalischen Wünsche der Besucher auf. Der Eintritt beträgt zwei Euro.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 24.04.2010

Kinder gestalten Tastbilder

Zukunftstag: Schüler in Wohngemeinschaften für Sehbehinderte

 

Langwedel-Cluvenhagen. Sie bekamen einen umfassenden Einblick in den Beruf des Heilerziehungspflegers und die Stiftung Waldheim in Cluvenhagen - zehn Schüler der fünften bis siebten Klassen verbrachten den gestrigen Zukunftstag in der Wohngemeinschaft für Sehbehinderte. Ihre einhellige Meinung: "Der Tag hat Spaß gemacht, und wir haben viele Informationen bekommen."

In der Küche der Wohngemeinschaft wurden von den Schülern Tastbilder gebastelt. "Solch ein Bild erweitert die Wahrnehmung", erklärte Wohnbereichsleiterin Saskia Schirmacher. Damit die Schüler nachfühlten, wie es sich mit Sehbehinderungen lebt, setzten sie Brillen auf, die verschwommenes Sehen und ein eingeschränktes Gesichtsfeld simulieren. Damit nicht genug: Derart gehandicapt versuchten die Mädchen und Jungen, sich am Tisch gegenseitig Bälle zuzurollen.

Gemeinsam gestalteten die Kinder ein großes Tastbild, das in der Schule aufgehängt wird. Jedes Kind fertigte aber auch ein kleines Bild - als Erinnerung an den Projekttag in der Stiftung. Als erstes grundierten die jungen Künstler eine Holzplatte mit Fingerfarbe, die sie mit Pinseln und Händen auftrugen. Schon bald waren auf Kitteln und Hosen Farbspuren zu sehen. "Die Farbe ist auswaschbar", tröstete Mitarbeiterin Nathalie Lachnit.

Nach dem Trocknen der Grundierung verzierten die Schüler ihre Bilder: Je nach Lust und Laune klebten sie Mosaiksteine, Muscheln, Strohhalme, Murmeln, Moosgummiplättchen oder Glassteine auf die Oberfläche. Halbierte und ganze Tennisbälle dienten zusätzlich als Blickfang.

Anna-Lena kam gemeinsam mit ihrer Freundin, um sich über den Beruf des Heilerziehungspflegers zu informieren. "Mir gefällt es, wie gut die Behinderten hier betreut werden", sagte die Zwölfjährige. Sie könnte sich gut vorstellen, den Beruf zu ergreifen.

Ganz anders Fabian. Der Zwölfjährige fand es zwar ebenfalls spannend, sich über die Arbeit mit Behinderten zu informieren. Jedoch wäre Heilerziehungspfleger kein Beruf für ihn: "Ich hätte Angst, etwas falsch zu machen." Marc kam mit einem Freund, um Informationen zu sammeln. "Am meisten Spaß machte es, das Tastbild herzustellen", sagte der 13-Jährige.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Verdener Nachrichten Datum: 23.04.2010

Endlich ein Leben nach der Schule

Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle (WaBe) zog nach einem Jahr Bilanz/Diverse Projekte für Behinderte

 

 Achim (as)  Für Menschen mit Behinderungen werden in der Gemeinde oftmals selten Veranstaltungen wie Fahrradtouren, Töpferkurse, Fußball oder Dart-Turniere angeboten. "Daher ist die Waldheim Begegnungs- und Beratungsstelle (WaBe) eine Bereicherung für das Achimer Stadtleben", betonte Carl-Georg Issing vom Vorstand der Stiftung Waldheim.

Die Einrichtung in der Feldstraße 4 existiert seit etwas mehr als einem Jahr. Aus diesem Grund wurde am Freitagnachmittag gefeiert. Zahlreiche Vertreter aus Vereinen und Institutionen, aber auch etliche Klienten der WaBe waren der Einladung gefolgt. Letztere stellten zusammen mit den Mitarbeitern Mirco Malke und Heiko Bergmann die Arbeit von WaBe vor.

So wurde im letzten Jahr ein festes Freizeitprogramm ausgearbeitet, an dem nicht nur die Stiftung Waldheim, sondern auch andere Institutionen mitwirkten, beispielsweise die Kreisvolkshochschule, der Verein "Crazy Run" oder die Polizei.

Insgesamt wurden 225 Veranstaltungen angeboten, an denen 1 771 Menschen mit Beeinträchtigungen teilnahmen. "Das sind etwa 200 VW-Busse", versuchte Heiko Bergmann die riesige Resonanz darzustellen. Außerdem erzählte er eine kleine Anekdote. Er habe vor kurzem eine Mutter von einem WaBe-Klienten getroffen, die betonte, dass es für ihren Sohn endlich ein Leben nach der Schule gebe. Er könne in der Begegnungs- und Beratungsstelle neue Kontakte und Freundschaften knüpfen, zum Beispiel auf den regelmäßigen Tanzveranstaltungen. Jeden letzten Freitag im Monat wird in der Feldstraße gefeiert. "Wir spielen alles außer Volksmusik", versprach Discjockey Maik Meyer. Im April fällt die WaBe-Disko allerdings aus, da am 24. April im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch) auf einer integrativen Disko getanzt und gefeiert werden darf.

Einmal die Woche trifft sich die Kirchengruppe "Um Himmels Willen". Unter der Leitung von Pastorin Marina Kortjohann wird im Gemeindezentrum Nord über Gott und die Welt geredet. "Wir sind eine kleine Gemeinde, die sich über Zuwachs freuen würde", berichtete eine Teilnehmerin. Sie erzählte auch, dass die Gruppe für innere Ausgeglichenheit sorge.

Sportlich geht es bei den Fußballern zu. Immer freitags wird auf dem Sportplatz des TSV Achim unter der Leitung von Peter Kathmann trainiert. Nach drei Wochen Probetraining wurde kürzlich eine eigene Mannschaft ins Leben gerufen. Die Männer und Frauen mit Handicap treten in ihrer eigenen Liga an. "Nächstes Jahr geht es zu den internationalen Meisterschaften", weiß Heiko Strüver vom TSV Achim.

Allerdings bietet WaBe nicht nur Veranstaltungen für Menschen mit Behinderungen an, sondern auch für deren Familien und Betreuer. Zum Thema "Ich lebe mit dir - Du lebst mit mir; Geschwister melden sich zu Wort" gibt es am 20. April in der Stadtbibliothek Verden einen Informationsabend. Von 20 bis 22 Uhr referiert die Sozialwissenschaftlerin Marlies Winkelheide über die besondere Lebenssituation von Kindern mit behinderten Geschwistern.

Die WaBe wurde im ersten Jahr ihres Bestehens durch die Stiftung Waldheim und den Paritätischen Wohlfahrtsverband Niedersachsen im Rahmen einer Projektförderung finanziert. Die Förderung liefe nun aus, aber der Kreis sei von dem Projekt begeistert und möchte es erhalten. "Deshalb bin ich mir sicher, dass es auch in diesem Jahr weiter geht", betonte Carl-Georg Issing, Vorstandsmitglied der Stiftung Waldheim.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 12.04.2010

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