Wohnheim mit zusätzlichem Förder- und Arbeitsangebot

Zu uns gehören


Interessenvertretungen

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Es gibt verschiedene Gremien, die Interessen der behinderten Menschen und auch der Stiftung Waldheim Cluvenhagen vertreten. Es sind dies der Beirat der Stiftung sowie der Verein MOTIV e. V.

Auch den Paritätischen Niedersachsen, bei dem wir Mitglied sind, rechnen wir hierzu.

Beirat der Stiftung Waldheim

Der Beirat der Stiftung Waldheim besteht aus bis zu 7 ehrenamtlichen Mitgliedern. Seine Aufgabe besteht darin, die Entscheidungsträger der Stiftung zu beraten und die Belange der Stiftung nach außen zu vertreten. Derzeit sind folgende Persönlichkeiten Mitglied im Beirat: 

Karin
Labinsky-Meyer
 Stellv. Landrätin  Oyten
Christina
Bührmann
ehem.  MdL und Ministerin in Niedersachsen  Langwedel-Etelsen
 Martin
Beckmann
 Pastor in der evangelischen Kirchengemeinde Etelsen  Langwedel-Etelsen
 Michael
Höhne
 Arzt für Allgemeinmedizin und Umweltmedizin  Langwedel-Daverden
 Günther
Hoffmann
 Rechtsanwalt in Bremen (Sozialrecht) Bremen
 Andreas
Mattfeldt
 Bürgermeister Flecken Langwedel  Langwedel-Völkersen
 Bernhard
Peschko
 Dipl. Volkswirt, Pensionär, Neffe der Stiftungsgründerin Helene Grulke  Blender
  Rotary-Club Achim

 

Heimbeirat

In der Stiftung Waldheim gibt es einen Heimbeirat. Wir werden gefragt, wenn Dinge entschieden werden sollen, die uns angehen.

 
Im Heimbeirat arbeiten 9 Bewohnerinnen und Bewohner. 1 Mal im Monat treffen wir uns. Der Heimbeirat wird alle 4 Jahre gewählt.
 
Im Heimbeirat beschäftigen wir uns mit folgenden Sachen:
 
  • Wir wollen die Wünsche, die guten Ideen und Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner sammeln.
  • Wir wollen der Heimleitung sagen, was die Bewohnerinnen und Bewohner wollen oder brauchen.
  • Wir wollen sagen, wie wir uns eine gute Betreuung und Unterstützung vorstellen und was sich ändern kann.
  • Wir wollen mitreden, wenn es um Dinge geht, die auch noch zum Wohnen gehören, z. B. Freizeit, gutes Essen und Sport.
  • Wir wollen mitreden, wenn es um die Schlafzimmer und Wohnräume geht, in denen wir leben. Besonders wenn etwas neu gebaut oder umgebaut werden soll.
  • Wir wollen Vorschläge machen, was gemacht werden kann, damit weniger Unfälle passieren. Wir sagen, wenn z. B. Geländer, Haltegriffe fehlen.
  • Wir wollen Feste und Veranstaltungen mitplanen und an dem Tag, an dem sie sind, dabei mithelfen.
  • Wir wollen neuen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stiftung Waldheim helfen. Sie sollen sich schnell bei uns wohl fühlen. Daher zeigen wir ihnen hier alles und sprechen über ihre Fragen.
  • Wir wollen mitreden, wenn unser Heimvertrag oder die Heimordnung geändert werden.
  • Wir wollen davon hören, wenn sich wichtige Gesetze und Bestimmungen verändern und es dabei um uns geht.
  • Wir besuchen Schulungen für Menschen mit einer Behinderung. Menschen mit Behinderungen können ihre Rechte nur dann gut vertreten, wenn sie wissen, wie ihre Rechte sind.
 
Es ist wichtig, dass Menschen mit Behinderungen für sich selber sprechen. Daher arbeiten wir im Heimbeirat mit. Manchmal benötigen wir aber eine Unterstützungsperson, die uns dabei hilft Dinge zu verstehen. Diese Unterstützungsperson soll uns auch dabei helfen, wenn wir eine Lösung für ein Problem finden wollen. Die Unterstützungsperson soll uns nur beraten und soll nicht bestimmen.
 

MOTIV

Der Verein Motiv e. V. ist hervorgegangen aus dem Heimelternbeirat der Stiftung. In ihm haben sich Menschen zusammengeschlossen, die die Interessen geistig behinderter Menschen, insbesondere diejenigen mit einer schwerwiegenden Beeiträchtigung, in der Gesellschaft vertreten.

Motiv steht für "Menschen organisieren tatkräftige Interessensvertretung".

Wenn Sie Mitglied werden wollen und sich einsetzen wollen für Menschen mit einer geistigen Behinderung, sind Sie herzlich willkommen!

Behinderte können auf Beistand bauen

Waldheim: 22 Personen gründen den Verein MOTIV e. V.

Cluvenhagen (hu) Die Stiftung Waldheim und vor allem die behinderten Bewohner dort haben jetzt ein "MOTIV". Und das sich ein Verein unter diesem griffigen Namen gegründet hat, ist sicher gut so. Denn "MOTIV" steht für "Menschen Organisieren Tatkräftige Interessens Vertretung".

Dieter Haase (links) nebst Carl-Georg Issing (beide Vorstand der Stiftung Waldheim) mit dem Vorstand des neu gegründeten Vereins von links: Frank Kronemeyer, Esther Donau, Andrea Gocek und MOTIV-Vorsitzende Irene Riekmeyer. (Foto: Hustedt)

Dieter Haase, Sprecher des Vorstandes der Stiftung Waldheim, freute sich, dass eine beachtliche Anzahl von Personen zu der Gründungsverammlung gekommen war. Er begrüßte 22 Eltern, Betreuer und weitere Interessierte, die sich in der Einrichtung eingefunden hatten, um die Belange von Menschen mit Handicap, oft mit schwerer geistiger und auch körperlicher Behinderung, mit Hilfe des aus der Taufe zu hebenden Vereins gegenüber Politik und Gesellschaft engagiert und wirkungsvoll wahrnehmen zu können.

Doch zunächst informierte Carl-Georg Issing, ebenfalls Vorstandsmitglied, die Runde darüber, warum die Gründung jetzt überhaupt notwendig war. Im Januar dieses Jahres habe sich der Heimelternbeirat aufgelöst, da sich nicht mehr genügend Personen für diese Arbeit bereitgefunden hätten, erklärte Issing. Die behinderten Heimbewohner standen seitdem also ohne Interessenvertretung da. Aktuell beherberge die Stiftung 339 Bewohner, die allerdings auch zum Teil außerhalb der Einrichtung in Wohngemeinschaften in Achim und im Flecken Langwedel lebten. Für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren gebe es jetzt eine neue Wohngemeinschaft. Gleichzeitig habe die Stiftung aber auch fünf neue Planstellen für die Betreuung und Förderung all dieser Menschen schaffen können, freute sich Issing.

Danach stellte Dieter Hasse den Satzungsentwurf für den neuen Verein vor. Der Bremer Rechtsanwalt und Notar Günther Hoffmann beantwortete Fragen aus der Versammlung aus juristischer Sicht. Nach ausgiebiger Beratung wurde die Satzung von den 22 Anwesenden unterschrieben.

Die Befürchtung, dass lange nach den nötigen Funktionsträgern gesucht werden müsste, erwies sich als unbegründet. Spontan stellten sich Personen für die ehrenamtliche, aber gewiss nicht wenige Vorstandsarbeit zur Verfügung.

Einstimmig wählte die Versammlung Irene Riekmeyer zur ersten Vorsitzenden von MOTIV. Die Achimerin hat selbst drei behinderte Kinder im Waldheim. Auch die weiteren Wahlen erfolgten einstimmig. Stellvertretende Vorsitzende wurde Esther Donau aus Langwedel, Kassenwartin Andrea Gocek aus Achim und Schriftführer Frank Kronemeyer aus Etelsen.

Die Vorstandsmitglieder haben den Verein nun zu aktivieren, dessen satzungsgemäße Aufgaben die öffentliche und politische Interessenvertretung von Menschen mit einer geistigen Behinderung sind. Ihnen sollen auf diese Weise Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung und zur gesellschaftlichen Teilhabe verschafft werden.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 18.11.09

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