Wohnheim mit zusätzlichem Förder- und Arbeitsangebot

Zu uns gehören


Wohnformen für Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen im Rahmen einer geschlossenen Wohngemeinschaft

Wir suchen engagierte jg. Menschen (m/w) für ein bezahltes Jahrespraktikum...

Es gibt Menschen mit geistiger Behinderung, die sich oft in schwierigen Lebensumständen befinden und auf eine sehr anspruchsvolle und intensive Unterstützung angewiesen sind. Insbesondere gehören dazu Menschen mit herausforderndem Verhalten.

In der Regel ist herausforderndes Verhalten ein Ausdruck von innerer Not, eine Folge mangelnder Kommunikationsmöglichkeit, von Verunsicherung und Ängsten, einhergehend mit psychosomatischen Symptomen, unverarbeiteten seelischen Verletzungen und/oder Folge einer vorliegenden Behinderung.

Zu den herausfordernden Verhaltensweisen gehören insbesondere: 

  • Ausgeprägte Selbstverletzungen
  • Wiederholte und heftige Tätlichkeiten gegen Personen und Gegenstände,
  • stereotype Verhaltensformen, wie z. B. lang anhaltendes Schreien, Schaukeln und Klopfen auf Gegenstände,
  • unkontrollierbare Weglauftendenzen,
  • stark ausgeprägte Ängste.

Seit 1999 gibt es bei uns eine Wohneinheit für Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Störungen bzw. schweren Verhaltens-auffälligkeiten. Sie wird als geschlossene Wohngemeinschaft geführt, d. h. die Bewohner sind aufgrund der besonderen Ausprägung ihres Verhaltens durch einen Beschluss eines Amtsgerichts in ihrer Freiheit eingeschränkt.



Sie befindet sich im Erdgeschoss mit angrenzendem, eingezäuntem Garten. Neben den Gemeinschafts- und Funktionsräumen bewohnt jede Person ein Einzelzimmer, um gegenseitige Fremdgefährdung zu reduzieren und eine notwendige Rückzugsmöglichkeit anzubieten. Derzeit leben in dieser Wohn-gemeinschaft 10 Frauen und Männer in verschiedenen Altersbereichen. 

Das primäre Ziel der pädagogisch-therapeutischen Arbeit ist, die Bedeutung der problematischen Verhaltensweisen der Menschen zu erkennen und die Alltagsbegleitung darauf abzustimmen. Durch den Aufbau neuer Umgangs-formen mit sich und den anderen sowie die Veränderung von Verhaltens-mustern soll eine Wiedereingliederung in eine offene Wohngemeinschaft ermöglicht werden. Durch die auf ihre Besonderheiten abgestimmte Betreuung wird die Lebensqualität der einzelnen Person gesteigert. Mittels einer spezifischen Beziehungsgestaltung und einer individuellen, Halt gebenden Alltagsstrukturierung, wird eine Reduktion der psychischen Störung angestrebt.



Die Maßnahmen zielen auf die Individualisierung und Bereicherung des Alltagslebens der einzelnen Teilnehmer, auf den Ausbau von Verständigungs-möglichkeiten, auf die Förderung von Selbstbestimmung und auf die Unterstützung der Teilnehmer bei der Gestaltung sozialer Beziehungen innerhalb und außerhalb der pädagogisch-therapeutischen Wohngemeinschaft. Die Mitarbeiter dieser Wohngemeinschaft sind besonders ausgebildet.