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Presse-Archiv

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Ausbildung zur Heilerziehungspflege abgeschlossen

VON INKA SOMMERFELD

 

Dieter Haase vom Vorstand der Stiftung Waldheim Cluvenhagen sowie die Fachbereichsleiter Oscar Schouten (von rechts) und Inge Behrmann (links) postieren sich mit den staatlich geprüften Heilerziehungspflegern zum Gruppenfoto         ISO-INKA SOMMERFELD

Langwedel-Cluvenhagen. Im Waldheim Cluvenhagen haben jetzt 13 staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger ihre dreijährige Ausbildung beendet. "Das Lernen ist erst einmal vorbei. Ihr habt euer Ziel erreicht und einen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche", freute sich Dieter Haase vom Vorstand der Stiftung über den Erfolg der Absolventen.

An der Feierstunde nahmen auch Holger Stolz von der Akademie für Rehabilitationsberufe (Hannover) und Rolf Sielemann von der Fachschule Heilerziehungspflege in Stadthagen teil. Einige Absolventen hatten die Fachschule Heilerziehungspflege in Rotenburg besucht.

Zehn der ausgebildeten Fachkräfte werden von der Stiftung Waldheim übernommen, zwei wechseln in eine andere Einrichtung für geistig behinderte Menschen. In einem Fall läuft noch das Bewerbungsverfahren. Die Ausbildung bestanden haben Johannes Büscher, Mareike Feye, Henner von Hollen, Kathrin Hoppe, Sönke Jordt, Nils Kleinekemper, Patrick Maas, Sandra Müller, Dörte Ohlmeier, Rieke Ortmann, Maike Preuß, Jennifer Tepelmann und Nicole Vogel.

Mit dem Berufsabschluss hätten sich die jungen Menschen eine solide Grundlage für ihre berufliche Zukunft geschaffen, sagte Dieter Haase. Spaß und Freude an der Tätigkeit mit behinderten Menschen sei die Voraussetzung für gute Arbeit. Haase appellierte an die Männer und Frauen, sich neben dem Beruf auch ehrenamtlich und politisch zu engagieren. "So habt ihr die Möglichkeit, die Bedingungen für eure Arbeit und das Leben der Behinderten mitzugestalten."

Heilerziehungspfleger unterstützen Menschen mit Behinderungen, indem sie ihnen Hilfestellung im Alltag geben und ihnen damit die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen, so Waldheim-Fachbereichsleiterin Inge Behrmann. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Betreuung, Förderung, Begleitung und Assistenz bei täglichen Verrichtungen. Die Zukunftsaussichten in dem Beruf seien gut, es gebe viele offene Stellen, berichtet Behrmann. Heilerziehungspfleger arbeiten in Wohn- und Werkstätten, Seniorenheimen und integrativen Kindergärten. Die Stiftung Waldheim sucht für August noch Jahrespraktikanten und Auszubildende. Nähere Informationen erteilt der Fachbereichsleiter Wohnen, Oscar Schouten, unter 0 42 35 / 89 131.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Verdener Nachrichten Datum: 25.06.2010

Nach dem Tiefseeevent war wirklich keiner mehr zu halten

Sommerfest in der Stiftung Waldheim / Party bis um Mitternacht

 

Gar keine Frage, beim Sommerfest in der Stiftung Waldheim ging die Party so richtig ab. Schließlich konnte man beste Musik aufbieten.                                           Foto: Hustedt

CLUVENHAGEN (hu) Die rund 330 Bewohner der Stiftung Waldheim konnten jetzt mit ihren Eltern, Betreuern und den Mitarbeitern ausgiebig ihr Sommerfest feiern.

"Spiel und Spaß auf der Festwiese" war auch in diesem Jahr angesagt, so gab es wieder einen lustigen Wettbewerb an den diversen Ständen. Begrüßt wurden die Gäste von Vorstandsmitglied Ulrike Behrens, bevor es musikalisch weiterging - mit einem "Tiefseeevent" unter dem bezeichnenden Titel "Unter Wasser".

Dann aber waren die Heimbewohner und die Kinder nicht mehr zu halten, alle wollten ihr Geschick an den Spielstationen auf die Probe stellen. Es konnte gekegelt werden, aber auch geangelt und mit einer Spritze mittels Wasserdruck Figuren umgespritzt werden. Beim Eierlaufen war auch ohne echte Eier die Geschicklichkeit gefragt.

Interessant waren aber auch der Gummistiefelweitwurf, das Schubkarrenrennen und das Ringe werfen. An einem Stand mussten anhand einiger Utensilien die dazu gehörenden Tiere geraten werden. Eine Negerkussmaschine war umgebaut worden, aus ihr flogen stattdessen Schokoriegel. Natürlich durfte auch die Schminkecke nicht fehlen, und auch die Kutschfahrten in die nähere Umgebung waren sehr beliebt, ebenso wie das Ponyreiten.

Im Festzelt sorgte derweil der Diskjockey "Hasi" für gute Laune, während das Kuchenbuffet dicht umlagert war. In einer langen Schlemmertheke wurden aber auch andere Leckereien angeboten wie Bratwürste und Pommes frites, Champignons und Gyros, aber auch Eis.

Gegen 17 Uhr zog es viele in das Festzelt als die "Waldheimsingers" auftraten. Sängerin Monika beherrschte die Schlagertexte bestens und stellte ihre kleine Band vorbildlich vor. Die Begeisterung war dieser kleinen Musikgruppe anzusehen.

Nach einer kurzen Pause ging es im Festzelt mit Tanz weiter, die Gruppe "Jukebox" sorgte für eine tolle Stimmung. Erst gegen Mitternacht war das Sommerfest 2010 Geschichte.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 23.06.2010

Erbrecht für Behinderte

VON CHRISTIAN BUTT

Achim. Der Gedanke an den Tod bereitet vielen Menschen Unbehagen, und so versäumen sie es, erbrechtliche Fragen noch zu Lebzeiten zu regeln. Besonders Eltern mit behinderten Kindern stehen vor der Frage, wie das Erbe zu regeln ist. "Sie sollten bedenken, dass ein Testament zugunsten ihres Kindes eine wichtige Möglichkeit zur Vorsorge für ihre Tochter oder ihren Sohn sein kann", rät Mirco Malke von der Stiftung Waldheim. Diese lädt am heutigen Dienstag, 8. Juni, ab 20 Uhr zu einem Vortrag in das Café im Clüverhaus ein.

Eingeladen ist Rechtsanwalt Günther Hoffmann aus Bremen. Dieser erläutert in seinem Vortrag, wie ein solches Testament gestaltet werden kann. Günther Hoffmann hat seit vielen Jahren seinen Tätigkeitsschwerpunkt in Rechtsfragen, die die Belange behinderter Menschen betreffen. Gleichzeitig ist er Experte bei Fragen der Testamentsgestaltung in Familien mit behinderten Kindern. "Der Vortrag kann zwar eine persönliche Beratung durch einen Anwalt nicht ersetzen, aber er kann helfen, die für die Erstellung eines Testaments wichtigen Vorüberlegungen anzustellen", so Mirco Malke.

© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kurier Datum: 08.06.2010

Doktor Deter - ein unkonventioneller Arzt

Theater der Halalulu-Bonbons begeisterte

 

Doktor Deter konnte mithilfe unkonventioneller Behandlungsmethoden alle Krankheiten heilen. Foto: Schmidtke

ACHIM (as)

Doktor Deter macht alle Menschen gesund. Davon konnten sich die Besucher des Cafés im Clüverhaus überzeugen. Dort führte die Theatergruppe "Halalulu-Bonbons" der Stiftung Waldheim unter der Leitung von Ruth Podlich das Stück "Doktor Deter" auf.

Der Arzt hatte in seiner Praxis überall Wegweiser aufgestellt. So mussten die Patienten mit Nasenbluten in einen bestimmten Raum und die mit Windpocken nach links um die Ecke abbiegen.

Bereits früh morgens standen die Kranken bei Wind und Wetter Schlange. Daher arbeitete Doktor Deter oft bis zum Umfallen. Glücklicherweise hatte er einen Diener, der immer zur Stelle war. Dessen Motto lautete: "Ich verstehe nichts von Krankheiten, sonst verstehe ich aber eigentlich alles."

Um den Strom der Kranken, der so gut wie nie abriss, stillen zu können, erfand der Mediziner unkonventionelle Behandlungsmethoden. Diese waren in der Regel aber immer sehr erfolgreich. Menschen, die unzufrieden waren, wurden kurzerhand an einen Stuhl gefesselt und geknebelt. Nach der Heilung gingen sie fröhlich nach Hause. Schmerzen wurden in eine kleine weiße Dose verpackt. Diese gab der Arzt seinen Patienten mit nach Hause, die sie auf dem Weg dorthin oft wegwarfen. Probleme gab es nur, wenn neugierige Menschen diese Behälter fanden und öffneten. Dann sprang der Schmerz sofort auf den Finder über und Doktor Deter hatte wieder was zu tun. Bei erhöhter Temperatur kam der Fiebersauger zum Einsatz und bei Gehirnerschütterungen gab es einen extra Apparat, der das Leiden entfernen konnte.

Um sich von seinem Alltag zu erholen, ging der Mediziner an den Strand. Nach ein paar Stunden hatte er seine Patienten vergessen und sich vom Stress der vergangenen Tage und Wochen regeneriert.

Die einzelnen Szenen wurden von Erwin Odermatt, ehemaliger Nachrichtensprecher bei Radio Bremen, verknüpft. Er las eine Auswahl der vielen kurzen Geschichten aus dem Kinderbuch "Doktor Deter" von Toon Telegen vor.

Die Lesung und die szenische Darstellung liefen zum größten Teil parallel, berührten sich immer wieder, wechselten sich ab und vermittelten dem begeisterten Publikum das arbeitsreiche Leben von Doktor Deter. Dieser wurde in jeder Szene von einem anderen Darsteller gespielt, die alle mit viel Spaß und Elan bei der Sache waren.

Musikalisch wurde das Stück von Anne und Davy begleitet, die mit Gitarre und Perkussion-Instrumenten die richtige Stimmung ins Spiel brachten.

 

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 01.06.2010

Fünf Freune pro Seite

Viele Gäste beim 6. Waldheim-Cup/Gastgeber enttäuscht

 

Die Mannschaften waren mit Einsatz dabei. Foto: Niemann

CLUVENHAGEN (nie)

"Elf Freunde müsst ihr sein" - dieser Spruch von Sepp Herrberger steht für Fußball. Beim 6. Waldheim-Cup in der Sporthalle der Grundschule am Sachsenhain reichten indes fünf Freunde aus, denn es wurde als Kleinfeld-Hallenturnier ausgerichtet.

Im Moment dreht sich alles um Fußball, auch für die beiden Kickermannschaften der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen und ihren Trainer Karl-Heinz Schierloh, der am Sonnabend den 6. Waldheim-Cup ausrichtete. Dabei handelte es sich um kein gewöhnliches Fußballturnier. Die Besonderheit liegt darin, dass Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung zusammen in einem Team spielen. Zehn Meldungen gingen ein und einige Mannschaften haben sich für den Wettkampf extra aus Thüringen auf den Weg gemacht. Sieger der Veranstaltung wurden die Sportfreunde aus dem thüringischen Mühlhausen, die im Finale die Kicker vom Martinsclub Bremen mit 1:0 besiegten. Die zu Beginn favorisierten Gastgeber haben es leider nur bis ins "Kleine Finale" geschafft, wo sie dem Gegner aus Nienburg im Siebenmeterschießen 4:2 unterlagen. "Es war wie verhext. Wir sind das einzige Team, das kein Spiel verloren hat, und müssen uns doch mit dem 3. Platz zufrieden geben. Wir sind schon enttäuscht", so Schierloh. Kleiner Trost am Rande: Nach dem Turnier wurde mit Alex Papazoglu ein Spieler aus dem Schierloh-Team als bester Kicker des Turniers ausgezeichnet. Der junge Mann hatte mit Spieltechnik und nicht weniger als sieben Tortreffern überzeugt.

"Die Turnierspieler sind allesamt Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung", erzählt Schierloh, der bereits 2005 die Erstauflage des Turniers gestemmt hat und bis heute mit der Gesamtorganisation des Cups betreut ist. Denn für Schierloh, der auch die beiden Fußballmannschaften der Stiftung Waldheim in Cluvenhagen ehrenamtlich trainiert, ist Fußball die schönste Nebensache der Welt.

 © Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Achimer Kreisblatt Datum: 25.05.2010

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