Wohnheim mit zusätzlichem Förder- und Arbeitsangebot

Zu uns gehören


Wohnformen für geistig behinderte Menschen, die sehbehindert oder blind sind

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass ca. 70 % der Menschen mit einer schweren geistigen Behinderung eine Sehschädigung haben. Aus unserer Erfahrung können wir diese Zahlen bestätigen.

Wir bieten deshalb für geistig behinderte Menschen, die sehbehindert oder blind sind, ein spezielles Angebot. Dieses Angebot beinhaltet

  • eine auf die speziellen Bedürfnisse sehbehinderter Menschen ausgerichtete Wohnumgebung und
  • die Möglichkeit zur genauen Diagnostik und Beschreibung der Sehbehinderung.

 

2006 wurde eine Wohngemeinschaft neu konzipiert, um diesen Menschen eine entsprechende Betreuung, Unterstützung, Pflege und Förderung zu ermög-lichen. Die Wohngemeinschaft befindet sich im Erdgeschoss und ermöglicht ein barrierefreies Wohnen. Ausgehend von dem mit Handläufen versehenen und farbig strukturierten, gut beleuchteten Flur, verfügt die Wohngemeinschaft über sieben Bewohnerzimmer, davon sind drei Doppelzimmer und vier Einzel-zimmer. Der Flur und das Bad wurden mit einem Leitsystem als Orientierungs-hilfe ausgestattet, die Lichtverhältnisse verbessert und Kontraste durch differenzierte Wand- und Bodenbeläge geschaffen.
Der gezielte Einsatz von Medien wirkt sich durch mehr Ruhe positiv auf die Bewohner aus.

Bei schwer geistig behinderten Menschen ist eine Untersuchung beim Augen-arzt meistens nicht möglich. Durch die Zusammenarbeit mit der niederlän-dischen Einrichtung De Brink ist es uns möglich, Sehschädigungen zu erkennen. Das speziell ausgebildete Kompetenzteam der Stiftung Waldheim unterstützt die Entwicklung einer angemessenen individuellen Betreuung. Durch Anpassung der Begleitung und der Umgebung wird die Lebensqualität der Bewohner deutlich verbessert und Verhaltensauffälligkeiten nehmen ab. Durch gezielte Fortbildungen werden Mitarbeiter für Sehschädigungen sensibilisiert.

 



Die ZEIT berichtete über unser Projekt:

Arikel vom 23.12.2008


Das NORDWEST-Radio berichtete über unser Projekt:

Mitschnitt 12.1.2009 (4 Minuten)